Alle Veranstaltungen in der Monatsübersicht
So. 23.2. - So. 5.7. | Galerie im Park

Gesichter und Geschichten

Fotoporträts, Filme, Bilder und Texte aus 30 Jahren Psychiatriereform

Neben den Fotos von Rafael Heygster und den Texten von Manuel Stark erinnern ausgewählte Filme, Malerei, Zeichnungen und Objekte aus dem Archiv des Krankenhaus-Museums an 30 Jahre Psychiatriereform in Bremen.


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Seit 1957 wurden Bremer Psychiatriepatient*innen mit chronischen Erkrankungen in der Nähe von Oldenburg im Kloster Blankenburg untergebracht. Bis zu 396 psychisch Erkrankte oder geistig und mehrfach behinderte Menschen lebten bei teilweise menschen-unwürdigen Verhältnissen in der Außenstelle der Bremer Nervenklinik.
1980 beschloss der Bremer Senat, das Kloster Blankenburg als Langzeitpsychiatrie bis 1990 vollständig aufzulösen. Im Dezember 1988 verließen die letzten Patient*innen das Kloster Blankenburg. Die erste geschlossene psychiatrische Anstalt war damit in Deutschland aufgelöst.
Der Fotograf Rafael Heygster hat sich aufgemacht und ehemalige Blankenburger Bewohner*innen in ihrem heutigen Zuhause besucht. Entstanden sind drei Jahrzehnte nach der Auflösung der Langzeitpsychiatrie beeindruckende Fotoportraits und Reportagen aus dem Alltag der Männer und Frauen. Der Journalist Manuel Stark hat die Fotos einfühlsam textlich eingeordnet.


Mo. 1.6. 11.00 Uhr | Haus im Park

Ökumenischer Pfingstgottesdienst

Der Ökumenischer Gottesdienst entfällt leider dieses Jahr hier bei uns in der KulturAmbulanz und stattdessen finden die Pfingst-Gottesdienste in den jeweils beteiligten Gemeinden statt.

Wir wünschen Ihnen schöne Pfingsten!

Eintritt frei
 


Mo. 1.6. 12.00 Uhr | Haus im Park

Gedenken an die Opfer der NS-Psychiatrie in Bremen

Eigentlich ist es der 30. Mai, an dem das Krankenhaus-Museum und der angeschlossenen Gedenkkreis der Opfer der NS-Psychiatrie in Bremen gedenken. Seit 1996 versammeln sich am 30. Mai Angehörige, Zeitzeugen und viele Bremerinnen und Bremer am Mahnmal „Irrstern" mitten im Park des Klinikums Bremen-Ost. Dieses Jahr ist alles ein wenig anders. Die Feier findet am Pfingstmontag, also am 1. Juni um 12 Uhr statt, und diesmal werden auch nur wenige geladene Gäste dabei sein können.


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Grund ist die Corona-Pandemie. „Uns war wichtig, dass die Gedenkveranstaltung 75 Jahr nach Kriegsende würdig begangen wird", sagt Achim Tischer, Leiter der KulturAmbulanz am Klinikum Bremen-Ost. Er hat, gemeinsam mit dem Gedenkkreis, Frank Imhoff, den Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft eingeladen. Und der hat auch zugesagt – trotz Corona. Außerdem werden der neue Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. Martin Lison, und die Krankenhaus-Seelsorgerin Frauke Lieberum sprechen. Die musikalische Untermalung kommt von Thomas Kriszan am Akkordeon.

Es sprechen:
Frank Imhoff (Präsident der Bremischen Bürgerschaft)
Frauke Lieberum (Gedenkkreis am Krankenhaus-Museum)
Martin Lison (Chefarzt Psychiatrie)

Musik:
Thomas Krizsa

Unter folgendem Link finden Sie einen hierzu gehörigen Filmbeitrag des Denkort Bunker Valentin, bei dem wir mitwirken durften.

https://vimeo.com/416386578

Die Psychiatrie-Ausstellung des Krankenhaus-Museums ist ebenfalls für Sie geöffnet.

Eintritt frei 



Fr. 5.6. 20.00 Uhr | Haus im Park

Zollhausboys 2 geht weiter

Die ZOLLHAUSBOYS sind eine Gruppe von drei jungen syrischen Bremer Neubürgern, Ismaeel Foustok, Azad Kour und Shvan Sheikho, dem Berliner Sängerin Selin Demirkan, dem Musiker Thomas Krizsan und dem Schauspieler und Kabarettisten Pago Balke.

Songs, Poetry und Kabareett aus Bremen.


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Nachdem die Gruppe mit ihrem hochgelobten Programm über die Grenzen Bremens hinaus Furore machten und bis zu zehntausend Menschen begeisterten, startet hier Teil zwei der großen Tour!

Kultur kann dabei helfen, Geschichten lebendig zu erzählen, Menschen zu berühren, zu erheitern und bei aller Dramatik auch zu unterhalten. Auch das zweite kurzweilige und abwechslungsreiche Programm mit fast ausschließlich deutschen Texten ist eine kulturelle Attacke gegen den Rechtspopulismus und ein Baustein zum Erfolg von Integration.


Eintritt 20 €


So. 7.6. 15.00 Uhr | Galerie im Park

Gesichter und Geschichten

Fotoporträts, Filme, Bilder und Texte aus 30 Jahren Psychiatriereform.

Kuratoren-Führung durch die Ausstellung mit Rafael Heygster

5 € / 2,50 € (zzgl. Eintritt)
 


So. 7.6. 16.00 Uhr | Haus im Park

Podium Alte Musik

Konzertreihe mit Studentent*innen der HfK.

Eintritt frei
 


Do. 11.6. 19.30 Uhr | Haus im Park

ErzählBar

In dieser ErzählBar sprechen Menschen aus Unternehmen und Institutionen über die Bedeutung von Freiheit für Unternehmenskulturen.

Gäste:
Bernhard Memering, Diözesanbeauftragter für Krankenhausseelsorge im Bistum Osnabrück (Foto), eine Ergotherapeutin, eine Unternehmerin aus der „Gemeinwohl-Ökonomie" und ein Betriebsratmitglied der Geno.

Eintritt frei
 


Fr. 12.6. 15.00 Uhr | Galerie im Park

Freitagslesung mit Marion Reich

Der kleine Scholz
Der Bremer Psychiater Dr. Ludwig Scholz (1868-1918) war wegweisend in der psychiatrischen Pflegeausbildung. Berühmt und als unangefochtene Autorität anerkannt wurde Scholz durch seinen 1900 erschienenen „Leitfaden für Irrenpfleger", der - in allgemeinverständlicher Form verfasst - dem Pfleger als Handhabe in der Alltagspraxis dienen sollte.

Moderation: Frank Warneke


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Auch nach dem Tode des Verfassers galt „der kleine Scholz" über Jahrzehnte als das Standardwerk bei der Ausbildung von psychiatrischem Pflegepersonal. Immer wieder neu bearbeitet und umbenannt in „Leitfaden für Geisteskranke", erschien der beliebte „kleine Scholz" zuletzt 1950, mittlerweile in 26. Auflage.

Dr. Ludwig Scholz wurde 1868 als jüngster Sohn des Dr. Friedrich Scholz (1831-1907) geboren, des langjährigen Direktors der Bremischen Krankenanstalten und Autors zahlreicher Werke zu psychiatrischen und pädagogischen Themen.
Nach Medizinstudium und Tätigkeit als Assistenzarzt (u.a. auch bei seinem Vater) und Schiffsarzt übernahm Scholz in den Jahren 1897 bis 1911 die Leitung dreier psychiatrischer Anstalten. Anschließend kehrte er nach Bremen zurück, um sich als Nervenarzt nieder zu lassen. 1914 trat er als Sanitätsoffizier in den Krieg ein, dem er im November 1918 zum Opfer fiel. Als würdiger Nachfolger führte Ludwig Scholz das Werk seines Vaters fort. Schwerpunkte seiner wissenschaftlich-literarischen Tätigkeit bildeten wie bei diesem die Bereiche: psychische Störungen im Kindesalter und psychiatrische Krankenpflege.

Über die Autorin
Marion Reich erhielt 2016 für Ihre Forschungen den Heimatpreis der Wittheit zu Bremen; sie ist Vorstanfdsmitglied des Frauenmuseums Bremen. 2015 veröffentlichte sie die Biographie „Ich tat nur meine Christenpflicht" über die Bremer Pädagogin Elisabeth Forck (1900-1988).


Eintritt frei


So. 14.6. 16.00 Uhr | Haus im Park

Kinderliederprojekt „Wer kann segeln ohne Wind“

Das große Kinderliederprojekt der KulturAmbulanz mit den Gebrüder Jehn. Lieder und Geschichten von der Suche nach Freiheit.

Eintritt 6 € / 4 €
 


So. 14.6. 16.00 Uhr | Haus im Park

Podium Gitarre

Student*innen der HfK Bremen präsentieren klassische und zeitgenössische Gitarrenmusik. Leitung: Prof. Jens Wagner

Eintritt frei
 


Sa. 20.6. 20.00 Uhr | Haus im Park

"Warten auf den Bus"

Theaterauffrührung der blauen Karavane

 Die blaue Karawane ist in Bremen (und darüber hinaus) bekannt für ihre "blaue Aktion" mit denen die Ausgrenzung von Menschen und für ihre gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichen Entwicklungen eintritt.


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 Dahinter steht die Überzeugung, dass eine Gesellschaft reicher wird, wenn sie sich für Menschen, die anders sind, interessiert und das Außergewöhnliche und Unnormale auch bei sich selbst zulassen kann. Die blaue Karawane setzt sich mit Phantasie und Kreativität dafür ein, ausgetretene Pfade und eingeengte Handlungsweisen zu verlassen, die den Lebensalltag nur allzu oft bestimmen.
Wir freuen uns sehr, dass das Ensemble "Theater Konfus" der Blauen Karawane im Juni zu uns in die KulturAmbulanz kommt und ihr neues Stück "Warten auf den Bus" aufführen wird.
Die Inszenierung ist ein "typisches" Karawanenstück: Ein unbestimmte Anzahl Menschen wartet an der Bushaltestelle auf den Bus. Es sind einfache Mitbürger, die vom Alltag-Irrsinn geplagt sind.
Da der Bus nicht kommt, beschleicht sie ein Gefühl der Sinnlosigkeit und Vergeblichkeit. Wie die Wartenden mit diesem Gefühl der Hoffnungslosigkeit umgehen, wird in absurden Dialogen, wie sie nur an einer BSAG-Haltestelle vorkommen können, auf tragisch-komische Weise geschildert.


Der Eintritt ist frei. Um eine Spende zu Gunsten der Blauen Karawane wird gebeten.



So. 21.6. 15.00 Uhr | Galerie im Park

Psychiatriereform ohne Ende?

Dialogische Führung mit Frank Warneke durch die Ausstellung "Gesichter und Geschichten"

5 € / 2,50 € (zzgl. Eintritt)
 


So. 21.6. 16.00 Uhr | Haus im Park

Podium Gitarre

Student*innen der HfK Bremen präsentieren klassische und zeitgenössische Gitarrenmusik. Leitung: Prof. Jens Wagner


Sa. 27.6. 18.00 Uhr | Galerie im Park

„Phänomenal. 20 Jahre Lange Nacht der Bremer Museen“

Führungen durch die Dauerausstellung „Vom Narrenkäfig zur Nervenklinik" des Krankenhaus-Museums und durch die Sonderausstellung "Gesichter und Geschichten.
Fotoporträts, Filme, Bilder und Texte aus 30 Jahren Psychiatriereform" in der Galerie im Park.


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Programm

Ab 18 Uhr stündlich (18.00 - 23.00 Uhr):
„Vom Narrenkäfig zur Nervenklinik"
Führungen durch die Psychiatrie-Ausstellung „Vom Narrenkäfig zur Nervenklinik" - Dokumente, Objekte und interaktive Stationen zeigen 150 Jahre Geschichte des Wahnsinns. Was ist ver-rückt? Was ist normal?
Phänomenal: Krankheitsbilder und ihre Geschichte.

Ab 18.30 Uhr stündlich (18.30 - 22.30Uhr):
Dialogische Kurzführungen
"Gesichter und Geschichten.
Fotoporträts, Filme, Bilder und Texte aus 30 Jahren Psychiatriereform"

Shuttleservice:
Ab 18 Uhr pendelt halbstündig ein Minibus direkt zwischen der Kunsthalle und dem Krankenhaus-Museum

Bei Fragen, weiteren Informationen & für den VVK wenden Sie sich gerne an das Veranstaltungsbüro der KulturAmbulanz (Mo - Do 9.00 - 15.00 Uhr, Telefon: 0421- 408 1757)


12 € / Familienticket 24 € / Abo-Card Weser-Kurier, Studierende, Arbeitslose 9 € / ab 23 h: Late-Night-Ticket 6 €


So. 28.6. 16.00 Uhr | Haus im Park

Piano Podium

Ein Abend mit dem jungen Pianisten und Ausnahmetalent Emre Yavuz.


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