Alle Veranstaltungen in der Monatsübersicht
So. 20.9. - So. 3.1. | Galerie im Park

IRR-REAL

Carl Julius Milde, das Porträt und die Psychiatrie

Mit dem genauen Blick des Zeichners hielt Carl Julius Milde zwischen 1829 und 1834 Menschen in ihrer individuellen Eigenart fest. Zugleich zeichnete er ein Bild ihrer Krankheit. Die Dargestellten waren Patient*innen der Psychiatrie im Hamburger Krankenhaus St. Georg.


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Milde war für die Medizin als Künstler tätig. Seine Patientenporträts entstanden im Kontext der Verwissenschaftlichung der Psychiatrie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Während die Psychiatrie als medizinisch eigenständige Disziplin etabliert wurde, begannen Ärzte, Serien von Patientenporträts durch professionelle, auf Bildnisse spezialisierte Künstler zeichnen zu lassen. Man benötigte Bildmaterial, um psychiatrische Erkrankungen zu unterscheiden und zu klassifizieren. Dabei spielten die Porträts keineswegs eine rein illustrierende Rolle. Sie waren integraler Bestandteil der ärztlichen Diagnose. Gleichzeitig hielt Milde die individuellen Züge der Personen fest. Man erkennt Spuren des gelebten Lebens, den verletzbaren, vielleicht auch leidenden Menschen. Zwischen der Individualität der Porträts und dem wissenschaftlichen Anspruch der Zeichnungen liegt der Spannungsbereich dieser Werke.


Eintritt 4€ / 2€


So. 4.10. 15.00 Uhr | Krankenhaus-Museum

Entdecker-Rallye im Park

Das Krankenhaus-Museum lädt zur geführten Entdecker-Rallye für Familien ein. Mit Stift und Karte gilt es das Parkgelände spielerisch zu erkunden. Wann wurde der Pferdestall erbaut? Womit wurden die Mehlsäcke in das Lager der Bäckerei befördert? Was ist rollendes Kunstwerk?
Melde dich an, besorge dir einen Rallye-Bogen an der Museumskasse und mach mit. Treffpunkt: Eingang Krankenhaus-Museum

Verbindliche Voranmeldung wegen begrenzter Teilnehmerzahl notwendig.

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Familienkarte (2 Erwachsene, 2 Kinder) 15,00 € inkl. Museumseintritt;
Einzelkarte (1 Erwachsener, 1 Kind) 8,00 € inkl. Museumseintritt

Dauer: circa 45 min



Mi. 7.10. 17.00 Uhr | Haus im Park

Fortbildung mit Martin Lison

Carl Julius Mildes Porträts und der psychiatrische Blick
gestern – heute – morgen

Martin Lison, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum Bremen-Ost spricht über die Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Erkrankungen

Verbindliche Voranmeldung wegen begrenzter Teilnehmerzahl notwendig.

Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Bremen beantragt

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Eintritt frei
 


Do. 8.10. 15.00 Uhr | Haus im Park

Wie bleibe ich in Zeiten der Corona-Pandemie psychisch gesund?

Workshop mit Referat, praktischen Übungen und Diskussion

Zum Internationalen Tag der seelischen Gesundheit

Die Woche der seelischen Gesundheit will Anstöße geben und Beispiele zeigen, wie Teilhabe für alle Bevölkerungsgruppen machbar sein könnte. In diesem Jahr findet sie aufgrund der Planungsunsicherheiten des Jahres nur an einem Tag als Workshop statt. Ziel ist auch, gemeinsam zu entwickeln, wie es im nächsten Jahr 2021 mit der seelischen Gesundheit in Bremen in Corona-Zeiten weitergeht.

Verbindliche Voranmeldung wegen begrenzter Teilnehmerzahl notwendig. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme bis zum 02.10.2019 an: gs@dgsp-bremen.de


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Die Corona-Krise belastet die Menschen weltweit auch psychisch. Wie ist ein guter Umgang mit psychischen Belastungen während der Corona-Pandemie möglich? Das Mainzer Leibniz-Institut für Resilienzforschung befasst sich in seinen aktuellen Forschungen mit dieser Frage, um zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen der gegenwärtigen Pandemie auf die psychische Gesundheit beizutragen. Aktuelle Forschungen haben relevante Schutzfaktoren identifiziert, deren gezielte Förderung zur Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit beitragen kann.
Als Referent konnte Martin Kreienkamp gewonnen werden, der ein Impulsreferat zum Thema „Resilienzstärkung in der Corona-Krise" halten wird: Einführung in das Thema Resilienz, Forschungsstand zu Resilienz und SARS-CoV-2, Resilienzfaktoren als Schutzmechanismen, Trainierbarkeit anhand konkreter Beispiele. Den weiteren „aktiven Teil" des Workshops leitet Michael Masch mit praktischen Übungen aus seiner Praxis an.

Referenten:
Martin Kreienkamp ist Experte im Bereich Positive Psychologie und Resilienz. Er hält u.a. als Honorarkraft des Leibniz-Instituts für Resilienzforschung (LIR) Vorträge und Workshops, arbeitet als Betrieblicher Gesundheitsberater und Präventionscoach für das Institut für Prävention und Nachsorge, Köln
Michael Masch , Dipl. Sozialpädagoge, Aikidolehrer, Ausbildung in Psychomotorischer Praxis, selbständig als Lehrer für Aikido und Therapeut für Qigong, chinesische Heilverfahren

Veranstalter*innen:
Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie Bremen, KulturAmbulanz, Zentrum für Psychosoziale Medizin Gesundheit Nord


Eintritt frei


Fr. 9.10. 15.00 Uhr | Galerie im Park

Gespräch mit Marion Reich: "Der kleine Scholz"

Ersatztermin: 26.Februar 2021

Der kleine Scholz

Der Bremer Psychiater Dr. Ludwig Scholz (1868-1918) war wegweisend in der psychiatrischen Pflegeausbildung. Berühmt und als unangefochtene Autorität anerkannt wurde Scholz durch seinen 1900 erschienenen „Leitfaden für Irrenpfleger", der - in allgemeinverständlicher Form verfasst - dem Pfleger als Handhabe in der Alltagspraxis dienen sollte.

Ein Gespräch mit der Autorin Marion Reich
Moderation: Frank Warneke

Verbindliche Voranmeldung wegen begrenzter Teilnehmerzahl notwendig.


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Auch nach dem Tode des Verfassers galt „der kleine Scholz" über Jahrzehnte als das Standardwerk bei der Ausbildung von psychiatrischem Pflegepersonal. Immer wieder neu bearbeitet und umbenannt in „Leitfaden für Geisteskranke", erschien der beliebte „kleine Scholz" zuletzt 1950, mittlerweile in 26. Auflage.

Dr. Ludwig Scholz wurde 1868 als jüngster Sohn des Dr. Friedrich Scholz (1831-1907) geboren, des langjährigen Direktors der Bremischen Krankenanstalten und Autors zahlreicher Werke zu psychiatrischen und pädagogischen Themen.
Nach Medizinstudium und Tätigkeit als Assistenzarzt (u.a. auch bei seinem Vater) und Schiffsarzt übernahm Scholz in den Jahren 1897 bis 1911 die Leitung dreier psychiatrischer Anstalten. Anschließend kehrte er nach Bremen zurück, um sich als Nervenarzt nieder zu lassen. 1914 trat er als Sanitätsoffizier in den Krieg ein, dem er im November 1918 zum Opfer fiel. Als würdiger Nachfolger führte Ludwig Scholz das Werk seines Vaters fort. Schwerpunkte seiner wissenschaftlich-literarischen Tätigkeit bildeten wie bei diesem die Bereiche: psychische Störungen im Kindesalter und psychiatrische Krankenpflege.

Über die Autorin
Marion Reich erhielt 2016 für Ihre Forschungen den Heimatpreis der Wittheit zu Bremen; sie ist Vorstanfdsmitglied des Frauenmuseums Bremen. 2015 veröffentlichte sie die Biographie „Ich tat nur meine Christenpflicht" über die Bremer Pädagogin Elisabeth Forck (1900-1988).


Eintritt frei


Di. 20.10. 13.00 - 17.00 Uhr | Krankenhaus-Museum

Mach mal so‘n Gesicht

Ferien-Workshop

Ein Nachmittag im Museum – Kreativworkshop mit Maskenbau zur Sonderausstellung „IRR-REAL" für Kinder und Jugendliche ab 11 Jahren mit Frank Warneke.

Verbindliche Voranmeldung wegen begrenzter Teilnehmerzahl notwendig.

10 € Eintritt
 


Fr. 23.10. 14.00 Uhr | Haus im Park

„Karavane der Freiheit und Freiheitsstatuen für`s Schweizer Viertel“

Ergebnispräsentation

20 Kinder von 6 - 11 Jahren haben zwei Wochen mit der Künstlerin Anja Fußbach zum Thema Freiheit gearbeitet.

Verbindliche Voranmeldung wegen begrenzter Teilnehmerzahl notwendig.

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Eintritt frei
 


So. 25.10. 15.00 Uhr | Galerie im Park

Gestalten der Wahrheit

Carl Julius Mildes Porträts von Psychiatriepatienten

Kuratorenführung

Einführung und Gang durch die Sonderausstellung „IRR-REAL" im Krankenhausmuseum mit der Kunsthistorikerin und Kuratorin der Ausstellung Julia Diekmann.

Verbindliche Voranmeldung wegen begrenzter Teilnehmerzahl notwendig.

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5€ / 2,50€ zzgl. Eintritt
 



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