Alle Veranstaltungen in der Monatsübersicht
Foto: Archiv Innere Mission, Bremen
So. 21.10. - So. 24.2. | Galerie im Park

»Denn bin ich unter das Jugenamt gekommen«* Bremer Jugendfürsorge und Heimerziehung 1933-1945

Erstmalig zeigt eine Ausstellung, wie der Alltag von Bremer Jugendlichen in den Heimen der Jugendfürsorge aussah. Sie lässt deutlich werden, wie sich die verhängnisvolle Praxis der Rassenhygiene zwischen 1933 und 1945 auswirkte. Dokumente, Bilder, Filmausschnitte und Hörstationen ergänzen die Präsentation.


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*Das Zitat ist dem handschriftlichen Lebenslauf von Helmut Bödeker entnommen. Der ehemalige "Zögling" des Ellener Hofs schrieb ihn im Jahr 1934. Auf eine Korrektur der Rechtschreibung wurde bewusst verzichtet. Infoflyer mit Begleitprogramm hier
Eine Kooperation mit dem Diakonischen Werk Bremen e.V.


4 € / 2 €
Öffnungszeiten: Mi - So / 11 h - 18 h
Gruppenführungen auf Anfrage


So. 6.1. 16.00 Uhr | Haus im Park

Podium Alte Musik

»Auch ich in Arkadien!« – Dieses Motto Goethes »Italienischer Reise« verfolgt das Duo Inés Pina (Blockflöte) und Bernhard Reichel (Lauten, Theorbe, Barock- und romantische Gitarre) in seinem neuen Programm. Dabei erklingen Schilderungen ländlichen Lebens oder der jeweils typischen Natur bis zur heutigen Moderne.


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Filmstill Nebel im August
Mo. 7.1. - Do. 10.1. | City 46

"Nebel im August", D 2016, Regie: Kai Wessel

Beginn jeweils 20 h
In dem auf wahren Begebenheiten basierenden deutschen Drama Nebel im August kämpft ein Junge in einer Nervenheilanstalt gegen die unmenschlichen Euthanasie-Maßnahmen der Nazis. Filmvorführung mit Gast.


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Süddeutschland, Anfang der 1940er-Jahre. Der 13-jährige Ernst Lossa, Sohn fahrender Händler und Halbwaise, ist ein aufgeweckter aber unangepasster Junge. Die Kinder- und Erziehungsheime, in denen er bisher lebte, haben ihn als „nicht erziehbar“ eingestuft und schieben ihn schließlich wegen seiner rebellischen Art in eine Nervenheilanstalt ab. Nach kurzer Zeit bemerkt er, dass unter der Klinikleitung von Dr. Veithausen Insassen getötet werden. Er setzt sich zur Wehr und versucht, den behinderten Patienten und Mitgefangenen zu helfen. Schließlich plant er die Flucht, gemeinsam mit Nandl, seiner ersten Liebe. Doch Ernst befindet sich in großer Gefahr, denn Klinikleitung und Personal entscheiden über Leben und Tod der Kinder.
Beginn aller Aufführungen: 20 h


City46 Kommunalkino Bremen e.V. Birkenstr. 1
7 € /4,50 €


Ausschnitt Buchcover
Fr. 11.1. 15.00 Uhr | Galerie im Park

FreitagsLesung "Kriegskindheiten"

FreitagsLesung mit Helga Storm und Mathias Groll. Helga Storm liest aus Ihrer biografischen Erzählung "Tausendjährige Früchte". Ein berührendes Buch über die Narben zweier Generationen, die sowohl den Krieg als auch die traumatischen Folgen erlebten und lebenslang davon geprägt waren. Mathias Groll liest eigene Gedichte aus der Anthologie "Aus dem Gepäck der Kriegskinder" (Hrsg. Inge Buck, Falkenberg-Verlag, Rotenburg 2015). Es sind Gedichte aus dem Blickwinkel eines Kindes und eine Gratwanderung zwischen Erzähltem und Nicht-Erzählbaren.


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Davongekommen
Ich wurde nicht erschossen.
Ich bin nicht verbrannt.
Keine Bombe traf mich.
Ich wurde nicht verschüttet.
Ich bin nicht verhungert.
Keiner von meiner Familie
Kam um.
Ich war noch zu klein,
um jemanden retten
oder verraten zu können.
Meine Schulden sind hoch.
Es ist nicht einfach,
unverdientes Glück zurück zu zahlen.
Mathias Groll


Eintritt frei


So. 13.1. 15.00 Uhr | Galerie im Park

»Denn bin ich unter das Jugenamt gekommen«

Das Team der Junior-Guides führt durch die Ausstellung über die Bremer Jugendfürsorge und Heimerziehung im Nationalsozialismus.


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5 € /2,50 € (zzgl. Eintritt)


So. 13.1. 16.00 Uhr | Haus im Park

Podium Gitarre

Spannende klassische Gitarrenmusik, virtuos und ausdrucksstark präsentiert von Studierenden der Hochschule für Künste.
Leitung: Prof. Jens Wagner Eine Kooperation mit der HfK Bremen.


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Mi. 16.1. 19.00 Uhr | Haus der Wissenschaft

Bremer Jugendfürsorge und Heimerziehung 1933 – 1945

Vortrag mit Gerda Engelbracht (M.A., Kulturwissenschaftlerin,
Kuratorin, Autorin, Bremen). Die Bremer Kulturwissenschaftlerin hat in ihrer soeben erschienenen Studie* erstmals umfassend nachgezeichnet, wie das „Sichten und Sieben“ in dem sich radikalisierenden Bremer Fürsorgeerziehungssystem funktionierte.


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Wie war der Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die zwischen 1933 und 1945 in evangelischen Heimen untergebracht waren? Was erlebten sie dort und welche Rolle spielten Heimleiter*innen, Psychiater und die Verantwortlichen in den Behörden? Welche Auswirkungen hatte das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ und die Verlegungen in außerbremische Erziehungsanstalten und Jugendkonzentrationslager?
Moderation: Prof. Dr. Marianne Hirschberg, Hochschule Bremen

*Gerda Engelbracht, „Denn bin ich unter das Jugenamt gekommen“. Bremer Jugendfürsorge und Heimerziehung 1933 – 1945, Edition Falkenberg für den Preis von 9,90 € (ISBN 978-3-95494-160-5)
 


Eintritt frei


Fotograf: Jörg Sarbach
So. 20.1. 16.00 Uhr | Haus im Park

Beste Freunde

Das musikalische Kinderstück von OpusEinhundert
Ein Stück über Freundschaft und Einsamkeit. Nach dem Bilderbuch von Linda Sarah und Benji Davies für Kinder ab 4 Jahren.


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Zwei beste Freunde verbringen jeden Tag gemeinsam, erleben die tollsten Sachen, stürmen den Himmel oder jagen Drachen. Viel brauchen sie nicht, um Wunderbares zu erleben. Bis eines Tages ein Dritter mitspielen möchte und sich einer der besten Freunde enttäuscht zurückzieht. Was nun? Können aus zwei besten Freunden auch drei beste Freunde werden?
Mit: Magali Sander Fett, Alexander Hauer und Felix Reisel
Ausstattung: Anja Fußbach und Frank Bertoldi
Mitarbeit Inszenierung: Nathalie Forstman
Assistenz: Linda Baumert


4 € / 2,50 €
Karten: info@kulturambulanz.de
Tel.: 0421-408/1757 (Mo-Do/ 9-14 Uhr)


(c) B. Ahrens
So. 27.1. 15.00 Uhr | Krankenhaus-Museum

Das St. Jürgen-Asyl – ein überregional bedeutsames Kulturdenkmal

Das heutige Klinikum Bremen-Ost ist aus dem St. Jürgen-Asyl hervorgegangen, das 1904 als »Reform-Irrenanstalt« im damaligen Dorf Ellen eröffnet wurde. Frank Warneke führt durch das Architekturensemble und die ständige Ausstellung. Im Mittelpunkt dieser dialogischen Architektur-Führung stehen die Gründer und Bewohner dieses beeindruckenden denkmalgeschützten Ensembles.


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5 € /2,50 € (zzgl. Eintritt) Treffpunkt: Krankenhaus-Museum


So. 27.1. 16.00 Uhr | Haus im Park

Piano Podium – Simon Donat

Solo-Klavierkonzert. Der mehrfache Preisträger – zuletzt Steinway Förderpreis 2018 – studiert an der HfK Bremen Klavier und präsentiert Bach, Debussy, Brahms, Huillet.


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Ausschnitt Filmplakat
Di. 29.1. 18.45 Uhr | Cinema im Ostertor

Freistatt… und wenn du nicht artig bist, kommst du ins Heim!

D 2015, 104 Minuten, Regie. Marc Brummund
Filmvorführung mit Gast
„Eine aufwühlende Story um den Kampf eines Jungen gegen Gewalt und Unterdrückung. Herzzerreißend! (Saarländischer Rundfunk)
„Packend, intensiv, aufwühlend und äußerst sehenswert!" (Hessischer Rundfunk)


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Sommer 1968. Der Wind der Veränderung ist in den norddeutschen Kleinstädten allerhöchstens als Brise zu spüren.
Mit selbstverständlicher Aufmüpfigkeit begegnet der 14-jährige Wolfgang seinem Alltag, seiner Mutter und vor allem seinem Stiefvater. Als er von seiner Familie in die abgelegene kirchliche Fürsorgeanstalt FREISTATT abgeschoben wird, findet er sich in einer Welt wieder, der er nur mit noch unbändigerem Freiheitsdrang begegnen kann: Verschlossene Türen, vergitterte Fenster, militärischer Drill während der als Erziehung verbrämten täglichen Arbeitseinsätze in den Mooren der Umgebung. Doch für Wolfgang ist eins klar: Seine Sehnsucht nach Freiheit wird er so schnell nicht im Moor begraben.


Cinema im Ostertor, Ostertorsteinweg 105
Eintritt 7 €
Schulvorstellungen nach Absprache: kino@cinema-ostertor.de



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