Do. 15.2. 18.00 Uhr | Krankenhaus-Museum

Vom Leitfaden zum Irrweg

der „Kleine Scholz“ und seine Umdeutung im Nationalsozialismus

Marion Reich (Vorsitzende Bremer Frauenmuseum) berichtet, wie der „Leitfaden für Irrenpfleger“ des liberalen Bremer Psychiaters Dr. Ludwig Scholz (1868-1918) im Sinne der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Ideologie instrumentalisiert wurde.


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Liebevoll der „Kleine Scholz“ genannt, galt das Büchlein seit seinem Erscheinen im Jahr 1900 jahrzehntelang als Standardwerk der Geisteskrankenpflege und erlebte 25 Auflagen. Dr. Valentin Faltlhauser (1876-1961), Leiter der Krankenanstalten Kaufbeuren, ein überzeugter Verfechter der nationalsozialistischen Rassen- und Vererbungstheorie, war für den Tod von Hunderten von Patienten verantwortlich. Er machte sich das Renommee des Leitfadens zunutze, indem er ab 1935 drei von ihm als solche deklarierte „Neuauflagen“ herausgab. Durch raffiniert eingefügte Zusätze und Änderungen gelang es Faltlhauser, den Inhalt im Sinne seiner nationalsozialistischen Theorien zu verfälschen. Gleichzeitig schreckte er nicht davor zurück, immer wieder seiner Bewunderung für Ludwig Scholz und dessen Werk Ausdruck zu verleihen. 

Eintritt frei



Mi. 21.2. 18.00 Uhr | Haus im Park

Gesundheit in Serie
Sie fragen - Wir antworten

Thema: Leistenbruch - und nun?

Der Leistenbruch ist eine sehr häufig auftretende Erkrankung, die durch Lücken in der Bauchwand entsteht. Wie genau es zu einem Leistenbruch kommt, wie er am besten zu behandeln ist und wann eine Operation sinnvoll ist, darüber spricht Mehmet Demir, leitender Oberarzt der Chirurgie am Klinikum Bremen-Ost.

Fragen der Gäste sind dabei ausdrücklich erwünscht. 


Do. 22.2. 17.00 Uhr | Krankenhaus-Museum

Psychopharmaka reduzieren und absetzen

Praxiskonzepte für Fachkräfte, Betroffene, Angehörige

Lange haben Patient:innen ärztlich verschriebene Psychopharmaka nur heimlich abgesetzt, ohne die Tücken des Entzugs zu kennen. Oder sie wurden von ihren Ärzt:innen weggeschickt, wenn sie um Beistand baten. Doch psychiatrisch Tätige können sich Absetzwünschen nicht länger verschließen. 


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Auch angesichts der oft fehlerhaften Herstellerinformationen müssen sie wissen, wie man beim Reduzieren und Absetzen risikoarm vorgeht.
Buchvorstellung mit dem Herausgeber Peter Lehmann und Lina Thee (Sozialwissenschaftlerin und Betroffene),  Prof. Dr. Uwe Gonther (Ärztlicher Direktor AMEOS Klinikum Bremen), Dr. Martin Zinkler (Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Bremen-Ost).

Eintritt frei



Mi. 6.3. 18.00 Uhr | Haus im Park

Gesundheit in Serie
Sie fragen - Wir antworten

Thema: Adipositas ist mehr als ein Gewichtsproblem

Dr. Matthias Müller, Chefarzt der Chirurgie am Klinikum Bremen-Ost, referiert über die chronische Erkrankung Adipositas (massives Übergewicht) und Wege, diese und Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Gelenkbeschwerden in den Griff zu bekommen. Fragen der Gäste sind dabei ausdrücklich erwünscht.


Fr. 8.3. 18.00 Uhr | Krankenhaus-Museum

„Was nicht erinnert wird, kann jederzeit wieder geschehen.“

Dorothea Buck (1917-2019) - Einblicke in 100 Jahre Psychiatrie-Geschichte

Führung und Vortrag zum Leben von Dorothea Buck am internationalen Frauentag mit Hedwig Thelen.


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Die Bildhauerin und Autorin Dorothea Buck hat unser Verständnis von Psychosen verändert. Sie hat dazu beigetragen, die „sprachlose“ Psychiatrie zu überwinden und den Erfahrungsaustausch zwischen den Psychiatrie-Erfahrenen, den Angehörigen und den in der Psychiatrie Tätigen zu stärken.
Dabei hat Dorothea Buck die Psychiatrie mit all ihrer Gewaltförmigkeit erlebt: 1936 gerät sie als 19-Jährige in eine schwere psychische Krise. Die Diagnose lautet: Schizophrenie. Sie wird daraufhin als erbkrank und minderwertig abgestempelt und zwangssterilisiert. Es folgen Dauerbad, Insulin- und Elektroschocks als "Heilmethoden".
1987 gründet sie mit anderen den Bund der Zwangssterilisierten und „Euthanasie“-Geschädigten“ und setzt sich für die Anerkennung als NS-Verfolgte ein. 1992 ist sie Mitbegründerin des Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener.

Unterstützt durch das Förderprogramm “Lokales Kapital für soziale Zwecke” (LOS)

Eintritt frei.



Do. 14.3. 18.00 Uhr | Krankenhaus-Museum

Od Bremy do Międzyrzecza - Von Bremen nach Meseritz.

Museumsführung in deutscher und polnischer Sprache

Oprowadzenie po historii narodowosocjalistycznego mordowania chorych. Eine Museumsführung zur Geschichte der nationalsozialistischen Krankenmorde in deutscher und polnischer Sprache vermittelt Einblicke in die Verbindung der beiden Orten in Vorbereitung für die Studienfahrt nach Międzyrzecz im Mai.

Eintritt frei.
 


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In Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bremen e. V.



Mi. 10.4. 18.00 Uhr | Haus im Park

Gesundheit in Serie
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Thema: Sodbrennen - eine Volkserkrankung?

Dr. Matthias Müller, Chefarzt der Chirurgie am Klinikum Bremen-Ost, spricht über Ursachen von Sodbrennen und aktuelle Behandlungswege. Fragen der Gäste sind dabei ausdrücklich erwünscht.



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