KulturAmbulanz
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VERTRAUEN– ein gemischtes Gefühl?!
Jahresprojekt 2018

Wir stellen Experten Fragen und haben Menschen eingeladen, für die Vertrauen - und ein „Gran Misstrauen“ - eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielt. Freuen Sie sich auf spannende Themenabende, Erzählcafés, Konzertlesungen, Jugend- und Kinderkunstprojekte und das Tanzprojekt 60+ mit dem Tanzwerk Bremen.


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Leben ohne Vertrauen ist nicht möglich. Ohne (Selbst-)Vertrauen kann kein Kind aufwachsen, keine Gesellschaft funktionieren. Vertrauen heißt auch, überzeugt von den eigenen Fähigkeiten zu sein und das Gefühl zu haben, etwas bewirken zu können.
Aber wann schlägt Vertrauen in ein „gesundes Misstrauen“ um? Und ist dieses gemischte Gefühl eine notwenige Kompetenz, um sich an der Gestaltung und Entwicklung gesellschaftlicher Prozesse zu beteiligen? Wie kann verlorenes Vertrauen in uns selbst, in unsere Gesellschaft – in Medien, Politik und Gesundheitssystem – wieder gewonnen werden?
Projektflyer


 

Programm (weitere Veranstaltungen folgen)

Dr. Heidrun Gitter, Prof. Dr. Dr. Karl-Heinz Wehkamp
Haus im Park
Do. 20.9. 19.30 Uhr
Themenabend

Medizin und Gesundheitswesen. Eine Vertrauensfrage?

Themenabend mit Prof. Dr. Dr. Karl-Heinz Wehkamp (Einführung), Co-Autor der Studie „Ökonomisierung patientenbezogener Entscheidungen im Krankenhaus“, 2017 und Gästen.


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Gäste: Dr. Heidrun Gitter (Kinderchirurgin und Präsidentin der Ärztekammer Bremen) (angefragt); Dr. Stefan Trapp (Kinderarzt und Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen) und das Impro Theater Bremen

Wo steht die heutige Medizin zwischen Patientenwohl und Ökonomisierung? Wie steht es um das Vertrauen zwischen Arzt und Patient? Können wir auf das Gesundheitssystem vertrauen?
Unser Gesundheitswesen ist eine zentrale Säule unseres Sozialsystems. Die seit den 1980er Jahren zu beobachtende Entwicklung der medizinischen Versorgung als Daseinsvorsorge hin zu einer gewinnorientierten Ökonomisierung des gesamten Gesundheitswesens hat immense Folgen. Stichworte wie Fallpauschalen, Eigenverantwortung des Patienten, Versorgungsungleichheit zwischen arm und reich, betriebswirtschaftliche Rentabilität, Zwei-Klassen-Medizin und Krankenhaussterben markieren einige Eckpunkte der aktuellen Diskussion über die Privatisierung von Gesundheit. Der Patient wird zum Kunden, ob im Krankenhaus oder in der ärztlichen Praxis.


Eintritt frei