KulturAmbulanz

FREIHEIT
Grenzen · Utopien · Illusionen

Jahresthema 2020

Die neue Jahresreihe der KulturAmbulanz beschäftigt sich mit einem zentralen Begriff der menschlichen Ideengeschichte – mit der Freiheit. Vorstellungen von Freiheit tauchen in jeder aktuellen Debatte auf, werden reklamiert oder angeprangert.


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Doch was ist Freiheit? Gibt es überhaupt eine wirkliche Freiheit? Wo liegen die Grenzen? Und was bedeutet Freiheit für uns heute zwischen drohender Klimakatastrophe, Globalisierung und grenzenlosem Wirtschaftswachstum? Diesen Fragen gehen wir in einer Kunstwerkstatt für Kinder, einem Kinderliederprojekt, Konzerten, einer Dichterlesung, Erzähl-Bars, Ausstellungen, Vorträgen und Diskussionen auf den Grund.


 

© Kathrin Doepner
Haus im Park
Sa. 14.3. 16.00 Uhr
Vortrag

Freiheit, die wir meinen!

Prof. Dr. Annelie Keil

Vortrag Prof. Dr. Annelie Keil zum Start des Jahresthemas


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Freiheit, die wir meinen! Aber welche ist das – und in welcher Not steckt sie? Ein freier Mensch ist jemand, der sich selbst zu binden und auch zu entbinden weiß, der sich vor allem auch mit Ungewissheit, Schwäche, Unvermögen, Krankheit und Tod zu verbünden vermag. Nur Anhänger der Tyrannei glauben, sie können alle Fesseln abwerfen. Zu viel dieser Art von »Tyrannei«, Ausgrenzung und Selbstbeschränkung bedrohen gegenwärtig unser gemeinschaftliches Zusammenleben und unsere Zukunft. Sie betreibt ihr Geschäft nicht irgendwo, sondern in unseren Familien, Schulen, Betrieben, Krankenhäusern, Städten und Dörfern. Mutig Aufmerksamkeit üben und immer wieder neu Widerstand leisten ist angesagt.


Gesprächsgäste: Susanne Gieffers (ZGF) und Klaus-Peter
Hermes, Chefarzt Zentrale Notaufnahme
Bremen Mitte.
Musik: ARGUS & friends

Eintritt frei


© Jan Meier
Haus im Park
Mi. 18.3. 20.00 Uhr
Konzert

»Ermutigung – Lieder der Freiheit«

ARGUS & friends präsentieren internationale Lieder der Freiheitsbewegungen und des Widerstands, von 1918 bis heute, in 12 Sprachen, aus 12 Ländern, für und von 12 Musiker*innen. Kunstvoll arrangiert, ohne falsches Pathos, ohne Mitleid.


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Dazu gehören Lieder wie das italienische Partisanenlied »Bella Ciao« (ursprünglich ein Wiegenlied), das heute wieder auf den Straßen Italiens gesungen wird (werden muss), das ebenfalls weltberühmte Lied der Moorsoldaten und Welele Mandela.

Mit Ralf Jakowski, Barbara Boecker, Sonja Müller, Carla Mantel, Angelika Scholl, Friederike Maeß, Mariska Nijhof, David Jehn, Stephan Uhlig, Rolf Pahlke, Jan Fritsch, Christian Uhlig


Eintritt: 15 € / 10 €


© Julia Baier
Haus im Park
Mo. 6.4. - Fr. 10.4.
Kunstprojekt

»Shape your Talents and be free!«

Kinderferienzeit mit Anja Fußbach

Freiheit entsteht da, wo sie für alle gilt. Sie ist nicht selbstverständlich! Es ist nicht nur die eigene, sondern auch die Freiheit der Anderen, die es mit Mut und feinem Gespür zu entwickeln gilt. Die Freiheit will gepflegt und beschützt werden - manchmal lohnt es sich sogar für sie zu kämpfen!


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Die Ergebnisse des Kunstprojektes werden am 10.4. um 14 Uhr präsentiert!


8/9 Uhr – 15/16 Uhr
drinnen & draußen

21,20 € Verpflegung
Nur nach Anmeldung (begrenzte Teilnehmerzahl) (6+)


© Frank Pusch
Haus im Park
Fr. 24.4. - So. 26.4.
Theater

»… die Sünde des Andersartigen zu riskieren«

Ein theatraler Spaziergang durch die Leben der Hedwig D. mit dem Theater der Versammlung
Beginn jeweils um 19:30 Uhr
Tickets: tdvart@uni-bremen.de
Anmeldung wegen begrenzter Besucherzahl dringend empfohlen!


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1908 lässt sich eine junge Frau aus einer angesehenen Bremer Familie in die städtische Psychiatrie zur Beobachtung aufnehmen. Hedwig Debbe (1877-1950) möchte sich attes- tieren lassen, dass sie »nicht geisteskrank« ist, um eine drohende Entmöndigung abzuwenden.

Stattdessen wird sie mit der Diagnose »Moralische Idiotie« interniert und entmündigt. Als Patientin verbringt Hedwig Debbe bis 1912 mit Unterbrechungen viermal mehrere Monate in der Anstalt.

Dann verschwindet sie im doppelten Sinn: Sie flieht, und ihre Spuren verlieren sich: »… in der Irrenanstalt bleibe ich nicht, Gott sei Dank.«

Im Anschluss an jede Aufführung ist ein Publikumsgespräch geplant.


Eintritt: 15 € / 10 €




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