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30.5. - 20.6.1999 | Krankenhaus-Museum

überLeben - Bilder und Skulpturen von Oskar Dittrich und Erich Paulicke

Oskar Dittrich und Erich Paulicke sind langjährige Mitarbeiter der Bildnerischen Werkstatt an den Rotenburger Werken.
"überLeben" weckt Assoziationen an Dittrichs und Paulickes eigene Lebensgeschichten.
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Beide waren schon in jungen Jahren in Anstalten gekommen und galten in der NS-Zeit als lebensunwert. Hautnah haben sie den Mord an Kranken und Behinderten miterlebt, der ja auch für viele BremerInnen bittere Realität wurde. PatientInnen der Nervenklinik und die behinderten Bewohner des Hauses Reddersen gehörten zu den Menschen, denen man das Recht auf Leben absprach. Die beiden Rotenburger Künstler hatten - im Vergleich zu mindestens 200 000 ermordeten Kranken und Behinderten - das Glück zu "überLeben". Ihre traumatischen Erfahrungen haben ihr bildnerisches Werk nachhaltig beeinflusst.

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24.9. - 13.9.1999 | Krankenhaus-Museum

namenLos
Bilder einer schlechten Zeit

Die Gemeinschaftsausstellung namenLos setzt das Begleitprogramm des Projekts "Ein Mahnmal für die Opfer der NS-Psychiatrie in Bremen" fort.
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Die Künstler aus dem Bremer Blaumeier-Atelier haben auf ganz  unterschiedliche Weise ihre Auseinandersetzung mit der Psychiatrie im Dritten Reich künstlerisch umgesetzt. In ihren Annäherungen an Eugenik und "Euthanasie" schwingen eigene Erfahrungen mit der heutigen Psychiatrie mit.
Künstler: Helmut Mahlstedt, Stefan Hempen, Günter Beier

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3.11. - 18.11.1999 | Krankenhaus-Museum

mahnMal
Wettbewerb für die Opfer der NS-Psychiatrie in Bremen

Während des Dritten Reiches sind unter dem nationalsozialistischen Regime unzählige Menschen zwangssterilisiert und im Rahmen der sogenannten "Euthanasie" in Deutschland ermordet worden.
An diesem staatlich organisierten Massenmord hat auch die Bremer Psychiatrie im Zusammenwirken mit der Gesundheitsbehörde zwischen 1934 und 1944 aktiv teilgenommen. Mindestens 2600 Bremer Bürger und Bürgerinnen wurden sterilisiert und mehr als 700 Patientinnen und Patienten umgebracht, zu einem Teil in Bremen, zum ganz überwiegenden Teil nach ihrer Deportation in eine psychiatrische Tötungsanstalt wie Hadamar und Meseritz/Obrawalde.
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Wettbewerb
Im Frühjahr 1999 sind in Kooperation mit dem Senator für Kultur gezielt Künstler eingeladen worden, um Entwürfe für ein Mahnmal einzureichen. Das Ergebnis ihrer Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema sind sechs  sehr unterschiedliche künstlerische Positionen, in denen verschiedene Aspekte des Mahnens und Gedenkens formuliert werden.
Beteiligte KünstlerInnen
Marikke Heinz-Hoek, Via Lewandowsky, Raoul Marek, Renata Stih und Frieder Schnock, Yuji Takeoka, Timm Ulrichs
Der ausgewählte Entwurf der Bremer Künstlerin Marikke Heinz-Hoek ist 2000 am Klinikum Bremen-Ost realisiert worden. Eine weitere Fotoinstallation befindet sich  im Gesundheitsamt Bremen / Horner Straße.
Publikationen:
Achim Tischer (Hg.) "Brauchen wir ein Mahnmal?",  Bremen 2000 (3,90 € zzgl. Versand u. Porto)  Marikke Heinz-Hoek "Fenster des Himmels", Bremen 2000 (3,90€ zzgl. Versand u. Porto) Bestellung: 0421 - 408 1757

Elfriede Lohse-Wächtler
10.5. - 25.6.2000 | Krankenhaus-Museum

ver-rückte Welten
Biografien, Bilder, Skulpturen und Hörgeschichten
von Frauen aus der Welt der Psychiatrie

In dieser Ausstellung geht es um ver-rückte Frauen und ihre Welten, der Welt der Psychiatrie und um das Verhältnis der Welt zu ihr. Es geht um die Ordnung der Geschlechter, um die Suche nach Identität. Um Moral und Autorität, um Mord und Totschlag, um Sexualität und Gewalt. Es geht um Toleranz.
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In den Ver-rückten Welten werden Biografien von Frauen, die zwischen 1820 und 1920 geboren wurden, vorgestellt. Die Präsentation der "ver-rückten Welten" zeigt Kunstwerke, Zeichnungen, Aquarelle, Gemälde und Skulpturen. Exponate aus der Psychiatriegeschichte, großformatige Fotos und zahlreiche eigens produzierte Hörgeschichten führen die BesucherInnen assoziativ durch die Ausstellung und machen sie zu einem Erlebnis.

M. Ackermann,TBC-kranke Frau Möller
6.6. - 19.7.2001 | Krankenhaus-Museum

Erlebnis Krankheit

"Man klagt so sehr bei jedem Schmerz und freut sich so selten, wenn man keinen fühlt" Lichtenberg
"Erlebnis Krankheit" ist eine Ausstellung künstlerischer Graphiken des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Instituts für Medizingeschichte an der TU, Dresden.
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Das Verständnis von Gesundheit, Krankheit und Schmerz unterliegt dem kulturellen Wandel. Während eine Krankheit in der Frühzeit als göttliches Zeichen interpretiert wurde, wird sie heute nur als Störung des Organismus gesehen. An die Stelle des ganzheitlichen Umgangs mit Krankheit und Schmerz tritt in den meisten Fällen die medizinische  "Reparatur". Schmerz und Lebenskunst werden nicht nur als Begriffe der Medizin, sondern auch als zentrale Themen der Künste und Literatur, der Philosophie und Religion betrachtet.
Künstler: Max Ackermann, Ernst Barlach, Max Beckmann, Hans Biedermann. Peter Borkenhagen, Lovis Corinth, Otto Dix, Dottore, Michaela Egdmann, Konrad Felixmüller, Dieter Goltzsche, Günter Hein, Erich Heckel, Josef Hegenbarth, Alfred Hrdlicka, Horst Janssen, Käthe Kollwitz, Alfred Kubin, Paula Lauenstein,  Michael Morgner, Max Pechstein, Rainer Schade, Jürgen Schieferdecker, Ursula Schmidt, Martha Schrag, Reinhard Springer, Max Uhlig, Claus Weidensdorfer, Albert Wigand

Karoline Ebbesen,Broderet dyrehoved
7.6. - 4.8.2002 | Krankenhaus-Museum

Erfinder, Künstler, Outsider

Eine Ausstellung zum Leben und Werk von Hans Janke, Karoline Ebbesen und dem "Keramiker"
"Ich mache das, um mich daran zu erfreuen". Dieses Leitmotiv der dänischen Künstlerin Karoline Ebbesen (1852-1936) charakterisiert das umfangreiche kreative Schaffen einer außergewöhnlichen Frau. Ihre Bilder und textilen Collagen leben von einer mächtigen Symbolsprache und bilden zugleich eindrucksvolle Fragmente der Geschichte einer Seele ab. "Der Keramiker " (1878-1955) zählt mit seinen skurrilen selbstgebauten Maschinen und Gebrauchsgegenständen zu den Klassikern des l’art brut.
Hans Janke (1909-1988), über Jahrzehnte in der Nervenklinik Hubertusburg/Sachsen untergebracht, verstand sich als Künstler, Erfinder und Konstrukteur. Seine Vorstellungen von der Entstehung der Erde, vom "elektrischen Menschen" und der Erforschung des Weltraums hat Janke in phantastischer Weise seriell in hunderten von Konstruktionszeichnungen futuristischer Flugmaschinen und Trajekte bearbeitet.
In Kooperation mit dem St. Hans Hospital Roskilde/Dänemark und dem Sächsischen Krankenhaus Hubertusburg, Wermsdorf/Sachsen

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Blick in die Ausstellung
14.5. - 12.10.2003 | Krankenhaus-Museum

Der Medizinschrank

Im Zentrum dieser Ausstellung stehen alte medizinische Geräte und Instrumente aus der Sammlung des Krankenhaus-Museums.

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Als stumme Zeugen berichten sie von nicht mehr gebräuchlichen Behandlungsformen, von der Weiterentwicklung der Technik in der Medizin, aber auch von den behandelnden Ärzten. Jedes der gezeigten medizinischen Instrumente hat seine ganz eigene Ästhetik und Aura und ruft Erinnerungen wach: an schmerzhafte Stunden, an Momente des Wohlbefindens und der Zuversicht. Welche Empfindungen und Gefühle verbinden sich mit einem alten Reflexhammer, einer Therapiecouch, einer Wärmflasche, einer Glasspritze oder einer Narkosemaske? Auch die ärztlichen Behandler und Behandlerinnen kamen in zahlreichen Hörstationen zu Wort.

Bild: Ausstellungsflyer
29.8. - 19.11.2004 | Krankenhaus-Museum

Doktor Medizinmann - Rituale der Gesundheit

Das biomedizinische Wissen der modernen Schulmedizin erweitert sich ständig durch neue medizintechnische und pharmazeutische Entwicklungen und ist aus dem diagnostischen und therapeutischen Umgang mit Krankheiten nicht mehr wegzudenken. Doch ist die Schulmedizin allein in der Lage, den veränderten, ständig wachsenden Bedürfnissen des kranken Menschen ausreichend gerecht zu werden?
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Die Präsentation "Doktor Medizinmann" stellt mit einer Vielzahl sehr unterschiedlicher Exponate Rituale der Gesundheit aus der Ethno-, Volks- und Biomedizin vor: Amulette, Wachsvotive, Masken, Operationsbestecke, geweihtes Heilwasser, Rotbäckchen-Saft, Schamanentrommeln... . Mehrere Künstlerische Positionen bereichern die Ausstellung.
Ausstellungsbroschüre: 
Achim Tischer (Hrg.) "Doktor Medizinmann", 2004 (3,90 € zzgl. Porto und Versand - Bestellung: 0421/408 1757